Kategorie: Pflegefakten

Pflegepersonal aus Polen immer häufiger in Deutschland anzutreffen

Immer weniger Pflegekräfte werden in Deutschland ausgebildet. Auch in diesem Jahr, wie fast immer, ist das Thema „Altenpflege“ sowie „Pflegekräfte“ ein Wahlkampfthema und siehe da, die Grünen würden am liebsten gestern statt morgen 25.000 neue Stellen gewähren. Doch so einfach das klingen mag, die Pflegekraft scheint eine „aussterbende Spezies“ zu sein.

Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sie von einer Überstunde in die nächste gehen und was für ein hohes Aufgabenpensum auf ihren Schultern lastet. Der Beruf ist nichts für schwache Nerven und erfordert neben Disziplin auch Feingefühl, ein sensibles Gespür für Situationen und eben eine soziale Ader.

Pflegekräfte aus Polen kommen aufgrund des Pflegepersonalmangels in Deutschland immer häufiger zum Einsatz, weil sie mit einem professionellen Arbeitswesen ausgestattet sind sowie der deutschen Sprache mächtig sind. Nicht zu vergessen, dass sie eine gültige Arbeitserlaubnis haben und wieso sollten die Nachbarn aus Polen nicht ihre Leidenschaft im Beruf auf professionell und liebevoll durchgeführte Pflege in Deutschland ausüben? Den Patienten kommt dieser Zustrom nur zugute.

Pflegepersonal aus Polen für eine menschenwürdige Betreuung

Ob Haushaltshilfen aus Polen oder Pflegekräfte – immer mehr Pflegepersonal aus Polen ist in Deutschland anzutreffen. Die Menschenwürde steht hier ganz weit vorne, aber auch die traditionelle Rolle der Familie in Polen ist dafür verantwortlich, dass mit viel Liebe den meist älteren Patienten geholfen wird. Immer ein offenes Ohr für ein kurzes Gespräch zeichnet polnische Pflegekräfte aus.

Doch auch hart anpacken, wenn Patienten schwer bettlägerig sind, ist für die meist weiblichen Fachkräfte kein Problem. Da verwundert es nicht, wieso viele Pflegedienste bewusst polnische Pflegekräfte engagieren, um eine hohe Pflegebereitschaft und Arbeitsmoral zu gewähren, die am Ende den Patienten gut tut sowie den Kollegen, um sie körperlich zu entlasten.

Pflegekräfte mit polnischen Wurzeln – die Zukunft der Pflegekräfte ist gesichert

Machen wir uns nichts vor, in Deutschland wollen immer weniger junge Menschen älteren Damen und Herren bei ihrer Bewerkstelligung des Alltags helfen. Ob nun im Altenheim oder der privaten Pflege daheim sowie in privaten Pflegeheimen. Doch auch die Hilfe gegenüber jüngeren Patienten mit Handicaps lässt nach, weil die finanzielle Kehrseite im Geldbeutel häufig weh tut.

Es behauptet niemand, dass polnische Pflegekräfte Unmengen mehr verdienen würden, aber ihre Leidenschaft und Liebe zum Beruf sowie traditionelle familiäre Werte sind der Grund, wieso mehr Pflegepersonal aus Polen in Deutschland aktiv sind.

Profitieren tun Patienten davon in jedem Fall, aber ob dies die Zukunft sein wird? Das kann keiner sagen, denn es fehlen mehr als 25000 Stellen. Doch es ist endlich ein Anfang und man darf gespannt sein, ob die Zukunft endlich wieder positive Schlagzeilen für Pflegekräfte beinhalten.

Bildquelle: sofiapflege.de

Pflegekräfte aus Osteuropa – Die Alternative zum Pflegeheim?

Der Fachkräfte Mangel im Bereich der Pflege und der Demographische Wandel in Deutschland rufen viele Probleme hervor. Schon jetzt suchen Pflegeeinrichtungen mancherorts vergeblich nach Fachpersonal. Es ist nicht selten, dass Pflegebedürftige oft auf Wartelisten für einen Heimplatz kommen. Die Wartezeit kann mehrere Monate betragen.

Pflegepolitische Tendenzen gehen daher in Richtung häuslicher Betreuung. In Zukunft wird es das Ziel sein, Pflege- oder Hilfebedürftige Senioren so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung zu lassen.

Schon heute nehmen immer mehr Senioren eine häusliche Betreuung durch Pflegekräfte aus Osteuropa in Anspruch. Bei dieser Form der häuslichen Betreuung ziehen die meist aus Polen stammenden Pflegekräfte bei dem Pflegebedürftigen ein und bieten so eine Vollzeit Betreuung im eignen Heim.

Wichtig ist es jedoch die polnischen Pflegekräfte legal zu beschäftigen.
Der Anteil an Pflegekräften aus Osteuropa die sich nicht legal in Deutschland aufhalten ist relativ groß. Eine illegale Beschäftigung kann nicht nur für die Pflegekraft sondern auch für den Auftraggeber strafrechtliche Folgen haben.

Die beliebteste und meist verbreitete Form der legalen Beschäftigung ist die sogenannte Entsende-Methode. Hierbei wird Personal eines im EU-Ausland sitzenden Unternehmens nach Deutschland entsendet. Das Personal bleibt aber weiterhin sozialversicherungspflichtig im Heimatland beschäftigt und versichert. Diese Möglichkeit ist für den Auftraggeber (Pflegebedürftigen) schnell umzusetzen und mit wenig bürokratischem Aufwand verbunden.

Vermittelt wird das Personal über Vermittlungsagenturen in Deutschland. Ein Beispiel finden Sie hier: http://www.polnische-haushaltshilfe.net Die Kosten für eine 24h Betreuung im Eigenheim liegen in der Regel zwischen 1500€ und 2000€ im Monat.

Behandlungspflege oder medizinische Leistungen wie Spritzen geben oder Katheter-Pflege können jedoch nicht von den Pflegekräften aus Osteuropa erbracht werden. Auch bei entsprechender Qualifikation wird die Ausbildung in Deutschland derzeit noch nicht anerkannt. Grundpflege und Hauswirtschaftliche Tätigkeiten dürfen jedoch erbracht werden.

Die Situation einer Pflegebedürftigkeit ist für alle Beteiligten nicht einfach. Es sollten jedoch frühzeitig Vorkehrung getroffen werden. Soziale Dienste und Pflegestützpunkte bieten hierzu Informationen.

Pflegemängel werden von Amts wegen gedeckelt

Zugegeben, diese Überschrift wirkt auf den einen oder anderen Leser vielleicht vorwurfsvoll. Denjenigen, die nicht in die Pflegesituation eingebunden sind oder waren – aktiv oder als Angehöriger spielt dabei keine entscheidende Rolle – kann man für diese Meinung nicht mal einen Vorwurf machen. Sie wissen es nicht besser bzw. bekommen von öffentlicher Seite oftmals „eine heile Welt suggeriert“.

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Doch der Alltag, die Realität in den Pflegeheimen also sieht anders aus und ist alles andere als eine sog. „heile Welt“. Die Frage „Warum versagen die Heimkontrollen“ ist durchaus berechtigt. Medizinischer Dienst und Wohnpflegeaufsichten dürfen sich angesichts der verteilten guten Pflegenoten nicht wirklich wundern, wenn deren Qualitätskontrollen in ihrer Effektivität und Glaubwürdigkeit bezweifelt werden.

Heime welche in die Schusslinie geraten sind bestreiten die ihnen vorgeworfenen Pflegemängel vehement, die Heimaufsicht schweigt auf Nachfragen oder – wie im Fall der NDR-Recherche – argumentiert damit, dass Pflegemängel nicht vorgefunden  werden konnten bzw. nicht mehr feststellbar waren. Der Verweis auf die Pflegedokumentation bleibt dabei meist nicht aus. Speziell die Thematik mit der Pflegedokumentation ist und bleibt mit ein wunder Punkt in unserem ganzen Pflegesystem. Schönreden ist keine Lösung.

Die Heimaufsichten sind Kontrollinstanzen. Von solchen Instanzen sollte man erwarten können, dass sie nicht „Anwalt der Pflegeheime“ sind sondern auf Seiten der Pflegebedürftigen stehen und nach bestem Wissen und Gewissen dafür sorgen, dass es ihnen auf ihre alten Tage hin gut ergeht.

Ein Geheimnis um existierende Pflegeskandale zu machen nützt nur einem in dieser Sache – den betroffenen Pflegeheimen. Diese haben immerhin etwas zu verlieren, etwas da mir scheint über der Meschenwürde zu stehen – der monatliche Umsatz.

Keiner behauptet, dass Pflegepersonal durchwegs „schlecht“ ist, keiner spricht davon, dass alle deutschen Pflegeeinrichtungen von schlechter Qualität sind und ja, es gibt auch viele Heimbewohner die zufrieden mit den ihnen gebotenen Leistungen sind. Die Zahl der zufriedenen Bewohner ist vermutlich auch erheblich höher als jene der zurecht unzufriedenen. Diese Erkenntnisse können aber kein Grund dafür sein, dass über die Negativfälle in der Altenpflege gesprochen wird.

Jeder einzelne Fall von menschenunwürdiger Behandlung – wie diese auch immer aussehen mag – ist bereits einer zu viel.

Und darüber muss es ganz klar erlaubt sein zu sprechen, zu berichten und zu kritisieren auch wenn dies in den Kreisen der Pflegekräfte oftmals nicht gerne gesehen wird – warum auch immer. Schließlich sind Pflegekräfte die sich um die Menschenwürde wenig scheren auch ein schlechtes Aushängeschild für alle Pflegekräfte in Deutschland.

Arbeitsagentur will mit verkürzter Ausbildung mehr Altenpfleger auf den Markt werfen

Geht es nach den Plänen der Arbeitsagentur, dann soll eine um ein Drittel verkürzte Ausbildungszeit den vorhandenen Mangel an examinierten Pflegekräften auffangen. Was sich auf den ersten Blick vielleicht noch als sinnvoll darstellt verliert jedoch spätestens beim näheren Hinsehen den Sinn.

Bei Arbeitslosen mit Vorkenntnissen sollten 2 Jahre Ausbildung genügen

behauptet die Bundesagentur für Arbeit. In diesem kurzem Satz sind gleich zwei Komponenten untergebracht die mehr auf ein Experiment hindeuten als auf Hilfe für Pflegebedürftige.

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„Vorkenntnisse“ – ein sehr dehnbarer Begriff. Habe ich etwa schon Vorkenntnisse in der Altenpflege, wenn ich einem Familienmitglied bei der Verrichtung der alltäglichen Arbeiten behilflich bin?

„Sollten zwei Jahre genügen“ – und was wenn nicht? So ganz sicher scheint man sich seiner Sache der der Bundesagentur nämlich nicht zu sein. Wie viele Jahre müssten dann wieder ins Land ziehen ehe man staatlicherseits einsieht, dass das Experiment als gescheitert zu betrachten ist?

Mehr als ein Experiment wäre dieser Weg absolut nicht, ein Experiment das auf dem Rücken derer ausgetragen wird denen sowieso schon unverhältnismäßig oft übel mitgespielt wird.

Examinierte Pflegekraft – ein Beruf der großes Verantwortungsbewusstsein voraussetzt

Mit aller Macht und in möglichst kurzer Zeit soviel wie möglich Personal auf den Markt zu werfen geht meines Erachtens auf die Qualität. Eine Verkürzung der Ausbildung von Altenpflegern bedeutet, dass entweder Unterrichtsstoff ersatzlos gestrichen werden muss oder aber das Lehrmaterial aus 36 Monaten in nunmehr 24 Monaten vermittelt wird.

Auch wenn die Bundesagentur für Arbeit hier von „Vorkenntnissen“ ausgeht muss die Frage erlaubt sein, in wie weit die Jobcenter bzw. deren Sachbearbeiter überhaupt beurteilen können wie fundiert diese Vorkenntnisse sind – es sind völlige Laien was den Beruf eines Altenpflegers und dessen Qualifikation betrifft.

Die Personallücken im Pflegewesen auf Kosten der Qualität zu schließen versuchen ist ein völlig falscher Ansatz. Kein normal denkender Mensch würde je auf die Idee kommen, die Fachausbildung eines Chirurgen um ein Drittel zu verkürzen um ihn dann in einen Operationssaal zu stellen. Dieser Vergleich ist durchaus legitim, denn beide haben es mit Menschen zu tun für die sie Verantwortung übernehmen (müssen).

Die Pflege von alten und hilfsbedürftigen Menschen ist kein „Job“, auch wenn die Agenturen für Arbeit dies vielleicht anders sehen mögen.

Mit einer vernünftigen Bezahlung der Pflegekräfte – und hier ist der Staat gefordert – werden auch die Personaldecken wieder gestärkt. Solange sich aber dubiose Firmen an und mit Pflegeheimen bereichern können (dürfen) wird sich an der Pflegemisere in Deutschland nichts grundlegendes ändern. Zweckentfremdete Gelder fehlen definitiv bei der Bezahlung von Personal.

Und jetzt möchte man unterbezahltes und zudem „schlechter ausgebildetes“ Personal dafür nutzen dieser Misere zu entkommen? Ganz klar eine Milchmädchenrechnung die am Ende wieder die Pflegebedürftigen bezahlen müssen – im schlimmsten Fall mit dem Leben.

Kritikfähigkeit in der Pflege

Die mangelnde Kritikfähigkeit in der Pflege betrifft sowohl Heimleitungen als auch das Pflegepersonal mancher Einrichtungen und zieht sich wie ein roter Faden durch unser Land. Geäußerte Kritik wird nicht selten persönlich genommen obwohl sie so weder gemeint noch ausgesprochen wurde.

Dabei entsteht der Eindruck, dass durch eine vehemente Kritikabwehr eine „weiße Weste“ so gut wie nur möglich gesichert werden soll. Nicht selten beruft man sich auf die erhaltene Zertifizierung deren Zustandekommen in einigen Punkten genauso fragwürdig erscheint wie die Pflegenoten des Medizinischen Dienstes. Papier ist bekanntlich sehr geduldig.

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Ob dieses Verhalten ganz bewusst geschieht oder nur als eine Form von Trotzreaktion erfolgt weil man sich ggf. „ertappt“ fühlt ist von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich.

Die Tatsache, dass Kritik auch mit zur Verbesserung beiträgt sowie dabei hilft Pflegemängel abzustellen wird hier komplett übersehen.

Angehörige sind nicht inkompetent

Doch nicht nur kritikwürdige Pflegeheime können mit Mängelanzeigen von Angehörigen nicht umgehen. Selbst manches Pflegepersonal aus möglicherweise befriedigenden Einrichtungen geht förmlich an die Decke, spricht man generelle Pflegemissstände in Deutschland an. Dies ist in erster Linie in einschlägigen Foren zu beobachten.

… reklamierende Angehörige mir sind suspekt

heißt es da beispielsweise oder man wiegelt die Pflegeproblematik schlichtweg mit sinngemäßen Sätzen ab

… wer nicht in der Pflege tätig ist hat keine fachlichen Kenntnisse und/oder Ahnung

Bedarf es denn wirklich einer pflegerischen Fachausbildung um offensichtliche Mängel wie etwa unerreichbare Klingelanlagen, volle aber fest verschlossene Getränkeflaschen die der Hilfsbedürftige selbst nicht öffnen kann, „herablassende Äußerungen“ den Pflegebedürftigen gegenüber oder gar unzulässige Fixierungen zu erkennen?

Nein.

Ablehnung

© Gerd Altmann / pixelio.de

Es sind vielmals Selbstverständlichkeiten die ein Pflegebedürftiger erwarten kann jedoch nicht mit der entsprechenden Sorgfalt geboten bekommt. Nur weil er sich wegen seines Krankheitsbildes nicht mehr angemessen artikulieren kann oder auch Angst vor Reklamationen und den damit ggf. einhergehenden „Minderbehandlungen“ hat darf dies keinesfalls nicht ausgenutzt werden.

Einem Angehörigen dann zu unterstellen, „er habe keine Ahnung von der Pflege“ ist nicht nur dreist sondern schlichtweg unverschämt und dient einig und allein dem Selbstschutz.

Kritik gilt nicht pauschal dem ganzen Berufsstand

Es ist selbstverständlich, dass die Kritik an Pflegeheimen nicht pauschal zu betrachten ist. Unter den etwas über 11.000 stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland gibt es eine nicht unbedeutende Zahl von Pflegeheimen die zurecht eine gute Beurteilung erhalten haben. Leider ist auch die Zahl jener Heime die alles andere als gut sind nicht außer Acht zu lassen.

Selbst wenn mal angenommen „lediglich“ 3% – und hier wird eher sehr tief gerechnet – der Pflegeeinrichtungen mehr als mangelhaft denn zufriedenstellend zu bezeichnen sind wäre dies die stattliche Anzahl von rund 330 Heimen.

Aus welchem Grund sollten die Bewohner dieser ~ 330 Heime kein Anrecht auf eine menschenwürdige und medizinisch einwandfreie Betreuung haben?

Jeder einzelne Pflegebedürftige der nicht anmessen betreut wird ist bereits einer zu viel!

Völliges Unverständnis gilt diesen Pflegekräften, die selbst ordentliche Arbeit abliefern, existierende Missstände aber schönreden. Die Ehre des Berufsbildes Altenpfleger wird dadurch genauso wenig besser wie sie generell schlechter wird weil es schwarze Schafe gibt. Aber es muss erlaubt sein – auch in Presse, Rundfunk, Fernsehen – darauf hinzuweisen. Grundsätzlich gilt, wer sich selbst nichts vorzuwerfen hat und auch tatsächlich ordentliche Pflege vollzieht muss sich mit dieser Kritik nicht angesprochen fühlen.

Denn eines sollte klar sein – die Pflegekräfte wollen nicht pauschal über einen Kamm geschert werden, Angehörige aber ebenso wenig!

Problem Pflegepersonal

Problem Pflegepersonal – ein sehr oft unterschätztes Phänomen das sich ggf. erst in Ernstfällen herauskristallisiert. Es gibt sie durchaus, Pflegekräfte die ihren Beruf ernst nehmen und nicht wegsehen wenn etwas nicht stimmt oder droht in die falsche Richtung zu laufen. Erfahrungen zeigen aber, dass speziell diese Leute ganz klar in der Minderheit sind.

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Problem Pflegepersonal deshalb, denn übt eine Pflegekraft Kritik an den pflegerischen Abläufen gegenüber Vorgesetzten oder der Heimleitung direkt kommt es nicht selten zu einer Form von Mobbing oder Bossing. Ähnlich verhält es sich wenn Angehörige sich mit Beschwerden an das Personal wenden. Diese werden dann nicht gemobbt aber ggf. als notorische Nörgler abgestempelt. Alles ein wenig nach dem Motto „weil nicht kann nicht sein was nicht sein darf“.

Ich benenne es mal als eine „Verliebtheit in die Vorgesetzten“ zum eigenen Schutz vor Ärger und Arbeitsplatzverlust.

Richtig ist diese Haltung ganz ohne Zweifel nicht, denn dieser Mangel an eigener Zivilcourage wird letztlich auf dem Rücken der Pflegebedürftigen ausgetragen die wiederum vom Pflegepersonal abhängig sind. Ein Zustand der gewissermaßen einen Teufelskreis verinnerlicht.

Ob bei der einen oder anderen Pflegekraft die „Angst vor dem Chef“ überwiegt oder ob es tatsächlich die absolute Gleichgültigkeit ist bleibt von Fall zu Fall sehr unterschiedlich gehalten.

Das Problem Pflegepersonal hilft Missstände zu deckeln

Pflegefall

© Gerd Altmann / pixelio.de

Wenn es in dem einen oder anderen Fall zum sprichwörtlichen Knall kommt und Angehörige Pflegemissstände an anderer Stelle kundtun und sich offiziell beschweren ist es nicht selten so, dass jene Pfleger und Pflegerinnen die eine das Heim belastende Aussage machen  k ö n n t e n  dann aus oben besagter Furcht schweigen und lieber von nichts wissen wollen.

Zum reinen Eigenschutz geschieht dieses Schweigen ganz sicher dann, wenn es sich um Beispiele wie dieses handelt, bei dem die Würde eines hilfsbedürftigen Menschen zwar nicht pflegerisch, dafür aber mit abwertenden Worten massivst beschnitten wird. Was hier vielleicht als Ausnahme betitelt wird geschieht öfter als man dies vermuten würde – nicht selten sogar in zwar abgeschwächter Weise vor den anwesenden Angehörigen. Anschließendes Abstreiten selbstredend  inbegriffen.

Das Problem Pflegepersonal ist nicht das einzig existierende in der Pflegewelt, aber dafür ein ganz bedeutendes wenn entweder das eigene Versagen oder die Minderleistung der Heimleitung gedeckelt werden soll.