Hauptsache die Dokumentation stimmt

Die Pflegedokumentation ist ein wichtiger Bestandteil der Altenpflege, darauf richtet sich besonders bei Überprüfungen der Pflegeeinrichtung – z.B. durch den medizinischen Dienst (MDK) – ein erhöhtes Augenmerk. Die Dokumentation in der Pflege ist rechtlich betrachtet eine Urkunde.

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Bereits hier ist der erste Knackpunkt zu sehen. Urkunden enthalten eigentlich Fakten die den Tatsachen entsprechen. Bei Pflegedokumentationen darf hier nicht unberechtigt öfter mal gezweifelt werden. In keinem Pflegeheim werden Missstände oder Pflegemängel zusätzlich auch noch dokumentiert. Damit würde die jeweilige Pflegekraft geschehen Fehler offiziell zugeben – das Pflegeheim wäre damit angreifbar.

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Heimleitungen sind natürlich sehr daran interessiert, dass die Dokumentation dahingehend stimmt, dass sich keine Mängel erkennen oder beweisen lassen. Verständlich von dieser Seite, mehr als wenig nützlich für die Pflegebedürftigen.

Stationäre und ambulante Pflege gehen unterschiedliche Wege

Pflegedokumentation

© Gerd Altmann / pixelio.de

Während bei den ambulanten Pflegediensten per Unterschrift durch den Betreuer, einen Angehörigen oder dem zu Pflegenden selbst die erbrachte Leistung bestätigt werden muss um bei der Pflegekasse abgerechnet werden zu können ist diese Regelung in der stationären Pflege erheblich „lascher“ geregelt.

Eine monatliche „Überprüfung“ durch Angehörige ist dort nicht vorgesehen, stationäre Einrichtungen haben diesbezüglich völlig freie Hand was zum einen die Komplettheit der Dokumentation betrifft und zum anderen auch deren Korrektheit.

Es besteht zwar das Einsichtsrecht in die Pflegedokumentation, dennoch wäre ein gewisser Kontrollmechanismus durch die notwendige Unterschrift besser in den Vordergrund gerückt. Letztlich ließen sich auch so beginnende Pflegemängel wesentlich früher erkennen und beheben. Zusätzlich wäre es auch im Sinne der Pflegekassen. Wer weiß schon, was Pflegeheime alles abrechnen ohne es tatsächlich geleistet zu haben?

Sicherlich sind es nur die schwarzen Schafe aller Einrichtungen, doch bereits „1 Fall“ ist schon einer zu viel. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Was sagen die Pflegekassen dazu?

Im Zusammenhang mit der Dokumentation in der Pflege, insbesondere den Unterschied in der Handhabung zwischen ambulanten Pflegediensten und stationären Einrichtungen wurden jetzt Anfragen an verschiedene deutsche Krankenkasse gestellt. Deren Antwort bzw. eine Auswertung hierzu gibt es in einem eigenen Artikel zusammengefasst sobald diese hier vorliegen.

Was auf den ersten Blick vielleicht einen Mehraufwand bedeutet wirkt sich nicht nur positiv für die finanzielle Seite (Pflegekassen) aus sondern schützt gewissermaßen auch die Bewohner von Pflegeheimen.

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